Auf den folgenden Seiten finden Sie aktuelle Nachrichten zu den Themen der Biostations-Arbeit, unser Veranstaltungsprogramm sowie Hinweise auf weitere interessante Veranstaltungen.
Vortrag an der vhs Wuppertal am Fr., 12.6., 18.30 Uhr:
Ist das Rebhuhn noch zu retten? Das Rebhuhnschutzprojekt Göttingen
Eckhard Gottschalk, der Gründer des "Rebhuhn-Projekts" der Universität Göttingen, kommt nach Wuppertal. Eckhard Gottschalk forscht seit 20 Jahren zum Rebhuhn und gibt interessante Einblicke in die Ökologie des Rebhuhns und vor allem in Maßnahmen zu seinem Schutz. Dabei geht es auch um die Zusammenarbeit zwischen NaturschützerInnen, Landwirten und JägerInnen.
Während im Bergischen Land das Rebhuhn praktisch ausgestorben ist, gibt es in der Rheinebene und im Ruhrgebiet (Industriebrachen!) wohl noch geeignete Biotope.
Ort: Auer Schulstraße 20 in Wuppertal
Weitere Infos zur Veranstaltung: https://www.wuppertal-live.de/621972
Fledermaus-Pfleger*innen gesucht! Regelmäßig werden bei der Biologischen Station im
Ennepe-Ruhr-Kreis e.V. verletzte oder kranke Fledermäuse, im Sommer oft auch Jungtiere, abgegeben.
Da die sachgerechte Pflege und Aufzucht dieser kleinen Kobolde viel Zeit und Mühe in Anspruch nimmt, suchen wir engagierte Menschen, die uns bei dieser
Aufgabe unterstützen. Zu diesem Zweck bitten wir Interessent*innen sich mit uns telefonisch (02333 603541) oder per E-Mail
([email protected]) in Verbindung zu setzen, damit wir ein erstes gemeinsames Treffen zum Informationsaustausch organisieren können. Bei
diesem Treffen werden die Anforderungen an die Helfenden und ein „Schulung“ in Fledermauspflege besprochen.
Die Vielfalt der Biologischen Stationen - Neue Broschüre zeigt wirksame Lösungen für den Natur- und Artenschutz in
NRW
Der Rückgang der Artenvielfalt stellt auch in Nordrhein-Westfalen eine große Herausforderung dar. Die neue
Broschüre „Biologische Stationen in Nordrhein-Westfalen – Gelebter Naturschutz für alle“, zeigt, wie konkrete Maßnahmen vor Ort dieser
Entwicklung entgegenwirken können. Sie gibt dabei erstmals einen Überblick über die Arbeit aller
40 Biologischen Stationen in NRW. Herausgegeben wurde sie vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr
des Landes Nordrhein-Westfalen, in enger Zusammenarbeit mit dem Dachverband Biologische Stationen in NRW.
Am 26.04.2026 überreichte Umweltminister Oliver Krischer die Broschüre an Dr. Jan Boomers, den
1. Vorsitzenden des Dachverbandes. Anhand vielfältiger Projekte, Kooperationen und der täglichen Arbeit von
über 500 Mitarbeitenden macht die Broschüre sichtbar, wie Natur- und Artenschutz in NRW konkret umgesetzt
wird. Im Mittelpunkt stehen dabei der Schutz und die Entwicklung wertvoller Lebensräume und Arten. Die 40 Biologischen Stationen betreuen nahezu die
Hälfte aller Naturschutzgebiete in NRW und tragen dazu bei Auen, Heiden, Moore und Wälder langfristig zu
sichern.
Die Biologischen Stationen sind dabei eine wichtige Verbindungsstelle zum LANUK
(Landesamt für Natur, Umwelt und Klima) für die Erhebung und Auswertung von Daten.
Gerade im Hinblick auf den Biodiversitätsverlust in Verbindung mit dem Klimawandel ist eine
solide Datengrundlage entscheidend, um zu verstehen, wie sich Arten und Lebensräume
verändern.
Ein zentrales umsetzungsorientiertes Instrument zum Erhalt der Artenvielfalt ist der
Vertragsnaturschutz, durch den die Biologischen Stationen gemeinsam mit
landwirtschaftlichen Betrieben Lösungen entwickeln, die den Erhalt der Artenvielfalt mit einer
nachhaltigen Nutzung der Flächen verbinden.
Die Broschüre ist eine Einladung, die Natur vor der eigenen Haustür zu entdecken und
besondere Orte in ganz NRW kennenzulernen. Gleichzeitig zeigt sie Möglichkeiten auf,
selbst aktiv zu werden. Das Umweltministerium des Landes NRW und die Biologischen
Stationen als zentrale Anlaufstelle für ehrenamtliches Engagement möchten mit dieser
Broschüre die Menschen in NRW motivieren beim Erhalt selten gewordener Lebensräume
und den hierin lebenden Tier- und Pflanzenarten im Rahmen von Pflegeeinsätzen
mitzuwirken.
Weitere Informationen zur Broschüre finden sich unter:
https://broschuerenservice.nrw.de/munv/shop/broschure-biologische-stationen%7C2410
https://www.umwelt.nrw.de/themen/naturschutz/wer-macht-was/biologische-stationen
https://www.biostationen-nrw.com/
Schulprogramm der Meilerwoche: nur noch wenige freie Termine
Eine Übersicht über die noch buchbaren Veranstaltungen finden Sie hier.
Amphibien wandern wieder - Aufruf zum Beobachten für Naturbegeisterte
Im Frühjahr sind Amphibien gut zu beobachten. Schilder oder kleine Zäune machen am Straßenrand auf die Wanderungen der Amphibien aufmerksam. Ein idealer
Zeitpunkt, um im Ennepe-Ruhr-Kreis die aktiven Tiere zu beobachten und zu melden. Deshalb ruft die Biologische Station im Ennepe-Ruhr-Kreis e.V. zusammen mit der Naturbeobachtungsplattform
Observation.org und den regionalen Partnern zum Melden der Tiere bei Observation.org oder in der App ObsIdentify auf (s. Hintergrundinformation am
Textende). In der App können im Rahmen der Wettbewerbe zur „Arten-Olympiade 2026“ sowie zur Amphibien- und Reptilien-Challenge
„Frosch und Echse – ich endeck‘se“ die Beobachtungen hochgeladen werden. Alle Interessierten können mitmachen und über das gesamte Jahr hinweg die Natur erforschen.
In Deutschland gibt es 21 Amphibienarten. Die heimischen Arten gehören den Ordnungen der Schwanzlurche (Salamander, Molche) und Froschlurche (z.B. Frösche, Kröten,
Unken) an.
Aktuell können viele der Amphibien-Arten gut in und um ihre Laichgewässer beobachtet werden.
Nicht nur durch die Gefahren, wie zum Beispiel Straßen, auf der Wanderung zu und von den Laichgewässern sind die Amphibien gefährdet, sondern besonders auch durch
die Zerstörung ihres Lebensraums, erklärt Dr. Andreas Kronshage, Zoologe und Gewässerökologe vom LWL-Bildungs- und Forschungszentrum Heiliges Meer in Recke. „Amphibien sind stark an ihren
Lebensraum gebunden. Sie benötigen geeignete Feuchtbiotope zum Laichen.“ Zum Schutz verschiedener Amphibienarten gibt es Maßnahmen wie Amphibienzäune, Neuanlage und Optimierung von Gewässern und
Monitoring-Programme zur Erfassung der Bestände.
Hintergrund: das LWL-Museum für Naturkunde in Münster ruft auch in 2026 wieder zur „Arten-Olympiade 2026“ auf. Ob Pilz, Pflanze, Tier oder deren Spuren - die
Mitmachaktion für Naturinteressierte lädt das ganze Jahr über ein, Naturbeobachtungen auf der internationalen Plattform Observation.org und in der App ObsIdentify zu teilen. Zu den Partnern der
Arten-Olympiade gehören unter anderem das Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung und angewandte Ökologie der Universität Münster (CIBRA). Unterstützt wird die Challenge durch eine Spende
der Stiftung der Sparda-Bank Münster. Die Challenge der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) und die österreichische Gesellschaft für Herpetologie (ÖGH) bemühen sich
um den Schutz der heimischen Amphibien und Reptilien und haben die Challenge „Frosch und Echse – ich endeck‘se“ ins Leben gerufen. Mithilfe der Meldungen soll ein Überblick über die Verbreitung
der Artengruppen gewonnen werden.
Mehr Infos zur Artenakademie: www.artenakademie.lwl.org
Für Interessierte stehen Informationen zu dem Projekt „Arten-Olympiade 2026“ auf der Website
bereit: www.arten-olympiade.lwl.org | www.bioblitze.lwl.org
Ersatznest für den Schwarzstorch!
Der Bau ihrer großen Nester ist für Schwarzstörche sehr aufwendig. Daher werde Nester an geeigneten Standorten in der Regel mehrere Jahre vom selben Paar genutzt,
das sich dort nach Rückkehr aus dem Überwinterungsquartier wieder trifft.
Im Vorjahr stürzte tragischerweise ein besetztes Nest eines Schwarzstorch-Brutpaares an der Südgrenze des Ennepe-Ruhr-Kreises ab.
Um den Schwarzstörche eine Brutmöglichkeit noch in diesem Jahr zu bieten, bauten wir im Februar in unmittelbarer Nähe des alten Nestes ein Ersatznest in luftiger
Höhe.
Die Maßnahme wurde in enger Abstimmung mit den Flächeneigentümern und der uNB und unter Einbeziehung des NABU-Ennepe-Ruhr durchgeführt. Vielen Dank an alle
Beteiligte und ein besonderer Dank an die Flächeneigentümer, die ihr Grundstück dafür zur Verfügung stellen.
Das Schulprogramm zum Thema 'Natur erleben' im Rahmen der 11. Ennepetaler Meilerwoche ist online.
Sie finden es hier.
Wir freuen uns über Verstärkung!
Seit Mitte Januar bereichern unser Team:
Sabine Koslowski in der Verwaltung und Nadine Weidenbach als wissenschaftliche Mitarbeiterin.
Meldungen 2025
Dank an alle Helfer*innen!!
Mit vielen helfenden Händen sind wir am Mitmachtag (25.10.2025) ein gutes Stück bei der Pflege des Naturschutzgebietes Am Tannenbaum vorangekommen!
Ein herzliches Dankeschön, dass ihr trotz des Regens so gut gelaunt dabei ward und kräftig mitangepackt habt!
Es hat uns großen Spaß gemacht, mit euch zusammenzuarbeiten!
Mehr Eindrücke von der Aktion gibt es hier: https://www.instagram.com/reel/DQT4woKjYkA/?igsh=dnZvMXZqd2xrODBh
DIE NATUR BRAUCHT DICH AM 25.10. - Landesweiter Mitmachtag der Biologischen Stationen in NRW
Im Ennepe-Ruhr Kreis: Pflegearbeiten im Naturschutzgebiet Am Tannenbaum in Schwelm von 10:00 - ca. 14:00 Uhr
Wenn Sie in unsere praktische Naturschutzarbeit "reinschnuppern" möchten besteht dazu am 25. 10. Gelegenheit! Bei der Mitmach-Aktion schaffen wir neue Offenstellen in einer Ruderalfläche, befreien Reptilienburgen von Bewuchs und reparieren und optimieren einer großen Insektennisthilfe auf der Streuobstwiese.
Die Aktion ist kostenlos, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Bitte wetterfeste Kleidung anziehen und eigene Verpflegung mitbringen.
Melden Sie sich bitte bis zum 22.10.25 an unter [email protected] oder 02333 603541 (ggf. bitte auf dem AB Name, Telefonnummer und Anzahl Teilnehmende hinterlassen). Treffpunkt ist um 10:00 Uhr an der Infohütte des Naturschutzgebietes, Navi: Winterberger Str. 94, Schwelm.
In der unten stehenden Aktionsliste (pdf-Download) finden Sie eine Übersicht über alle Aktionen der Biologischen Stationen in NRW am 25.10.2025
Saftmobiltag am 24.10.2025
Leider sind bereits alle Termine vergeben!
Nachruf -
Wir trauern um Heike-Fischer-Oberbossel
Heike hat unser kleines Team seit gut einem Jahr bereichert. Sie war die freundliche Stimme am Telefon, das Herz des Sekretariats und sie hat unsere Verwaltung mit
frischem Schwung geführt.
Ihr plötzlicher Tod macht uns tief betroffen.
Unser Gedanken sind bei ihrer Familie, der wir von Herzen viel Kraft wünschen.
Wir werden sie sehr vermissen.
Team und Vorstand der Biologischen Station im Ennepe-Ruhr-Kreis e.V.
Die Naturkundliche Wanderung am 12.6.2025 im Tal der Ennepe ist bereits ausgebucht. Eine Anmeldung ist leider nicht mehr möglich!
17.05. 2025 Rundwanderung „Wie viel Natur steckt im Wald?“ Biologische Stationen
Ennepe-Ruhr-Kreis/Mittlere Wupper und Wupperverband laden ein
Der Wupperverband, der dieses Jahr sein 95-jähriges Bestehen feiert, bietet in diesem Jahr gemeinsam mit unterschiedlichen Partnern Veranstaltungen an. Am 17.05 ist
in Zusammenarbeit mit den Biologischen Stationen im Ennepe-Ruhr-Kreis und Mittlere Wupper eine Exkursion zum Thema Wald geplant.
Bei einer kleinen Wanderung werden verschiedene Aspekte des Waldes vorgestellt: Welche Unterschiede gibt es in dem, was wir gemeinhin als „Wald“ bezeichnen? Welche
Rolle hat der Wald für den Wasserkreislauf? Wo erkennen wir das Wirken des Menschen? Welchen Einfluss hat es auf die tierischen und pflanzlichen Waldbewohner?
Dr. Britta Kunz von der Biologischen Station im Ennepe-Ruhr-Kreis und Dr. Jan Boomers von der Biologischen Station Mittlere Wupper leiten die Führung.
Ablauf und Anmeldung
Start der Exkursion ist am Samstag, dem 17.05, um 14 Uhr in Wuppertal-Ehrenberg am Mahnmal Kemna (gegenüber der Beyenburger Str. 164). Der Treffpunkt ist über die
Bushaltestelle Wuppertal Mahnmal (Buslinie 616 & 626) oder mit dem Auto zu erreichen. Teilnehmende dürfen für die Dauer der Wanderung auf dem Gelände Beyenburger Str. 164 parken.
Das Ende der Rundwanderung ist für etwa 16:30 Uhr geplant. Da es auf dem Weg einige Steigungen gibt, ist die Wanderung nur für Personen geeignet, die gut zu Fuß
sind und etwas Kondition haben. Die Veranstaltung ist nicht barrierefrei, zudem ist festes Schuhwerk erforderlich.
Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine vorherige Anmeldung bis zum 15. Mai notwendig. Diese erfolgt bei der Biologischen Station im Ennepe-Ruhr-Kreis,
unter [email protected] oder 02333 603541 (AB).
Artenvielfalt und Natur erleben mit den Biologischen Stationen
Der Wupperverband und die Biologischen Stationen arbeiten seit 2013 in einem Umweltnetzwerk zusammen. Dem Thema Natur und Artenvielfalt ist daher im Programm „95
Jahre Wupperverband“ ein besonderer Schwerpunkt gewidmet.
Die Biologischen Stationen und der Wupperverband laden zu zahlreichen weiteren Exkursionen im Jahr 2025 ein. Infos zu den Veranstaltungen sind auf der Homepage des
Wupperverbands zu finden: https://www.wupperverband.de/termine/veranstaltungen
Hier werden nach und nach weitere Veranstaltungstermine freigeschaltet.
Pflanzen des Frühlings: Buschwindröschen & Co. melden
Observation.org und die Initiatoren des Bioblitzes, das LWL-Museum für Naturkunde in Münster des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und die Biologische Station im Ennepe-Ruhr-Kreis e.V. rufen zum Frühjahrs-Bioblitz innerhalb der „Arten-Olympiade 2025“ auf. Die ersten Frühblüher, wie
z.B. Scharbockskraut und Buschwindröschen, können besonders gut in den vielen Laubwäldern des Ennepe-Ruhr-Kreise beobachtet und bei Observation.org oder in der App „ObsIdentify“ gemeldet
werden.
Pflanzen, die zwischen Januar und April ihre ersten Blüten und Blätter zeigen, werden als
Frühblüher oder Frühlingsgeophyten bezeichnet. Die Bezeichnung bezieht sich nicht nur auf
Blumen und Stauden, sondern auch auf Gehölze und Bäume. Frühblüher besitzen besondere Speicherorgane wie Zwiebeln, Knollen oder Rhizome, aus denen sie zu ihrem
frühen Blütezeitpunkt, wenn die Fotosyntheseleistung noch nicht ausreicht, Energie ziehen.
Mit der Bestimmungsapp ObsIdentify kann man ganz einfach diese und auch andere Frühblüher wie Lärchensporn, Schlüsselblumen, Gelbsterne und Sternmieren bestimmen
und bei Observation.org melden.
Alle Interessierten können beim Bioblitz 2025 mitmachen. Durch die Nutzung der App ObsIdentify, die über eine automatische Bestimmungsfunktion
verfügt, kann man auch ohne Artenkenntnisse teilnehmen. Benötigt wird hierfür lediglich ein Smartphone mit halbwegs guter Kamera und ein Nutzeraccount. Die künstliche Intelligenz, das System
hinter der App, lernt ständig dazu. Sie erkennt bereits jetzt zahlreiche heimische Pflanzen und Tiere wie Schmetterlinge, Wanzen, Libellen und viele mehr.
Die gemeldeten Fotos werden im Anschluss durch Fachleute validiert, so dass am Ende ein Datensatz entsteht, der wissenschaftlich ausgewertet werden kann.
Für Interessierte stehen Informationen zu dem Bioblitz-Projekt „Arten-Olympiade 2025“ auf der
Website bereit: www.arten-olympiade.lwl.org | www.bioblitze.lwl.org.
Interessierte finden die Ergebnisse der Bioblitze 2025 hier:
https://observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2025/?
Fragen an: [email protected]
Team und Vorstand der Biologischen Station im Ennepe-Ruhr-Kreis wünschen Ihnen/euch alles Gute für das Jahr 2025 - mit vielen schönen Natur-Erlebnissen!
Meldungen 2024
Bioblitz im Oktober - Pilze
Der Herbst ist die beste Jahreszeit, um Pilze im Ennepe-Ruhr-Kreis zu entdecken und bei Observation.org zu melden. Deshalb rufen die Biologische Station im Ennepe-Ruhr-Kreis e.V. zusammen mit der Naturbeobachtungsplattform Observation.org zum Beobachten und Melden auf.
Die Beobachtungen fließen in den „Bioblitz 2024“ ein, bei dem Naturbegeisterte in ihren jeweiligen Kreisen und kreisfreien Städten in ganz Deutschland versuchen sollen, so viele Tiere, Pflanzen oder Pilze wie möglich zu entdecken.
Pilze wurden lange zum Reich der Pflanzen gezählt. Nach heutigen Kenntnissen sind sie jedoch näher mit den Tieren verwandt. Zum Reich der Pilze gehören Vielzeller der Ständerpilze, aber auch Einzeller wie die Backhefe.
Das, was meistens als Pilz bezeichnet wird, wenn Menschen durch den Wald gehen und Pilze sammeln, ist der von vielen Pilzen ausgebildete Fruchtkörper. Er stellt einen Teil des gesamten Organismus dar und dient der Vermehrung. Der eigentliche Vegetationskörper der Pilze besteht aus Hyphen, die ein weit verzweigtes, sogenanntes „Mycel“ bilden. Dieses Mycel breitet sich beispielsweise im Erdboden, im Holz oder auf Lebensmittelresten aus.
Viele Pilze lassen sich besonders gut im Herbst finden. Daher hoffen die Initiator*innen des Aufrufs, auf rege Beteiligung von Naturbegeisterten und bitten um
Meldung der Beobachtungen in der App ObsIdentify oder auf der internationalen Plattform Observation.org. Die Meldungen und Meldenden nehmen automatisch am Bioblitz 2024 teil und tragen zur
Erforschung der biologischen Vielfalt und zur Erfassung der Pilze bei. Durch die automatische Foto-Bestimmungsfunktion der App kann jeder teilnehmen, auch ohne Artenkenntnis.
Wichtiger Hinweis: Eine Bestimmung mit der App ObsIdentify sollte nie dazu verwendet werden, um abzuklären, ob ein Pilz essbar oder giftig ist oder um Pilze
zum Verzehr zu suchen!
Für Interessierte stehen Informationen zu dem Projekt „Bioblitz 2024“ auf der Website bereit: www.bioblitze.lwl.org.
Verstärkung für unser Team!
Vom 1.9. 2024 bis zum 31.1.2026 unterstützt Karen Sales uns im Rahmen ihres Bundesfreiwilligendienstes.
Schulung von Wildkatzen-BotschafterInnen des BUND an der Biostation
Der BUND setzt sich seit langem mit verschiedenen Projekten für die Rettung der Wildkatze in Deutschland ein. Unter anderem werden Ehrenamtliche als sogenannte Wildkatzen-Botschafterinnen geschult, die über die Lebensweise der scheuen Wildtiere informieren und für deren Schutz werben. Am 15. Juni 2024 nutzte der BUND, Dr. Christine Thiel-Bender, den Umweltbildungsraum der Biologische Station für die Schulungsveranstaltung. Anschließend ging es mit der Biostation und den Rangern des RVR Ruhr Grün in die Wälder Breckerfelds, wo die Biologische Station nach über einhundert Jahren Abwesenheit wieder eine erste Wildkatze nachweisen konnte.
Kooperation der Biologischen Stationen im Bergischen mit dem Wupperverband
Am 5. Juni 2024 fand ein Austauschtreffen der Biologischen Stationen im Bergischen mit dem neuen Vorstand des Wupperverbandes, Herrn Ingo Noppen, statt.
Bei dem Treffen
Foto: Urheber Wupperverband Benjamin
Schäfer
wurden die vielen gemeinsamen Projekte der bereits seit zehn Jahren bestehenden Kooperation von beiden Seiten gewürdigt
und zukünftige Projekte besprochen.
Schulprogramm während der Ennepetaler Meilerwoche vom 6.-8. Mai 2024 - ein voller Erfolg!
Rund 500 Schülerinnen und Schüler unterschiedlichster Klassenstufen waren angemeldet und hatten viel Spaß an dem vielfältigen Veranstaltungsprogramm. Zusätzliche Schulklassen sind außerhalb des Programms zum Meilerplatz gewandert um das alte Handwerk aus der Nähe zu erleben.
Informationstag des NABU Ennepe-Ruhr zum Thema "Naturnahe Waldbewirtschaftung"
Am 27.04.2024 ist Dr. Lutz Fähser im EN-Kreis zu Gast. Er war als leitender Forstdirektor für den Lübecker Stadtwald verantwortlich und hat während
seiner Dienstzeit dort das Konzept der naturnahen Waldbewirtschaftung, das sogenannte Lübecker Modell, entwickelt.
Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des NABU-EN.
Ältere Meldungen
Unser Gelände am Tannenbaum ist Naturschutzgebiet!
Auf gemeinsame Initiative von Biologischer Station und der AGU Schwelm e.V. wies der Kreis den Biotopverbund in Schwelm als Naturschutzgebiet
aus.
Wie viele Arten gibt es im Ennepe-Ruhr-Kreis?
Helfen Sie uns, das herauszufinden!
Jede/r kann mitmachen.
Bekanntlich kann man nur schützen, was man kennt! Die Biologische Station im Ennepe-Ruhr-Kreis e.V. ruft deshalb zusammen mit der Naturbeobachtungsplattform
Obervation.org zur Teilnahme am Bio-Blitz-Wettbewerb der Artenvielfalt im Ennepe-Ruhr-Kreis auf. Alle Naturbegeisterten können mitmachen, ganz egal ob Laien, Expert:innen, Familien oder
Schulklassen, um den Ennepe-Ruhr-Kreis zu unterstützen.
Ein Bioblitz ist eine Aktion, bei der auf einem bestimmten Gebiet in einem bestimmten Zeitraum so viele Arten wie möglich nachgewiesen werden
sollen. Dies geschieht, indem Naturbegeisterte so viele Naturbeobachtungen wie möglich melden – per Smartphone über die App ObsIdentify oder über die Webseite
Observation.org.
Die Ergebnisse werden dem Naturschutz und der Grundlagenforschung zur Verfügung gestellt. Die Daten stehen beispielsweise zur Erstellung Roter Listen der
gefährdeten Arten zur Verfügung oder auch für die Naturschutzarbeit vor Ort. Sie fließen aber auch in internationale Auswertungen ein.
So geht es
Bei einem Bioblitz zählt alles, was bestimmbar ist, egal ob Einzeller, Pilz, Pflanze oder Tier. Durch die Nutzung der App
ObsIdentify, die über eine automatische Bestimmungsfunktion verfügt, kann man auch ohne Artenkenntnisse mitmachen. Benötigt wird lediglich ein Handy mit halbwegs guter Kamera und ein
Nutzeraccount. Die künstliche Intelligenz, das System hinter der App, lernt ständig dazu. Sie erkennt bereits jetzt zahlreiche heimische Pflanzen und Tiere wie Schmetterlinge, Wanzen, Libellen
und viele mehr. Wer sich gut bei der Tier- und Pflanzenbestimmung auskennt, kann auch die Apps ObsMapp und iObs verwenden, um Funde auch ohne Foto zu melden oder direkt die Webseite
Observation.org verwenden. Die gemeldeten Fotos werden im Anschluss durch Fachleute validiert, so dass am Ende ein Datensatz entsteht, der wissenschaftlicher Ansprüchen genügt. Die Ergebnisse
sind öffentlich einsehbar. Vorkommen gefährdeter Arten werden aber geschützt, indem die Meldungen dieser Arten nicht punktgenau sichtbar werden.
DieApp und weitere Informationen finden Sie unter www.bioblitze.lwl.org.
Die Ergebnisse der Bioblitze ab 2022 werden dargestellt u.a. unter
https://observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2022
Fragen beantwortet: Dr. Britta Kunz, 02333 603541 oder [email protected]
Fotonachweis: LWL/Steinweg
Bitte nehmen Sie Rücksicht auf die Natur!
Seit der Covid19-Pandemie zieht es viel mehr Menschen als sonst raus in die Natur. Das ist verständlich und an sich freut uns natürlich jedes Interesse an der
Natur. Allerdings leiden viele Gebiete massiv unter dem Besucheransturm! Das dokumentieren leider nicht zuletzt ausgetretene Trampelpfade, Müll und sonstige Hinterlassenschaften
der Besucher und ihrer vierbeinigen Begleiter.
Vor allem Naturschutzgebiete sind wichtige und besonders sensible Rückzugsorte für wildlebende Tiere und Pflanzen. Sie unterliegen nicht
umsonst einem strengen Schutz. Deshalb verhalten Sie sich bitte in diesen Gebieten besonders rücksichtsvoll. Das Verlassen der Wege ist dort nicht gestattet. Hunde sollten
- oder müssen in vielen Gebieten sogar - an der Leine geführt werden. Das ist wichtig und gilt für jeden Hund, egal ob er auf Kommando hört oder nicht! Das man keinen Müll hinterlässt,
sollte eigentlich selbstverständlich sein. Ist es aber offensichtlich leider nicht.
Wenn wir auch in Zukunft noch Rückzugsorte für unsere eigene Erholung haben möchten, müssen wir pfleglich mit ihnen umgehen. Bitte helfen Sie
mit!
Filmbeitrag über die Arbeit der Biostation
Dass unsere Arbeit uns manchmal hoch hinaus führt, zeigt folgender Beitrag, der im Juni 2020 in der Lokalzeit Südwestfalen ausgestrahlt wurde. Viel Spaß beim anschauen!
"Salamanderpest" bedroht unsere Schwanzlurche!
Ein neuartiger Pilz verursacht bei unseren heimischen Molchen, vor allem aber beim Feuersalamander, schwere Hautverletzungen, an denen viele Tiere zugrunde gehen.
Der Erreger verbreitet sich über Wasser und feuchten Boden, und daher auch über in Gewässern badende Hunde und nasse Schuhe. Wie Sie helfen können, den Pilz einzudämmen und Molche und Feuersalamander zu schützen, erfahren Sie hier.
Falls Sie eine Feuersalamander mit Hautläsionen finden, berühren Sie ihn bitte nicht an. Machen Sie bitte, wenn möglich, ein Foto des Tieres und senden Sie dieses, mit Angabe von Fundort und Funddatum, an [email protected] oder melden Sie den Fund telefonisch unter 02333 6035 41 (AB).
Heimische Fledermäuse stellen KEINE Covid-19-Gefahr für den Menschen dar!
Fledermäuse geraten derzeit in Verruf. Das ist völlig unangebracht!
Unsere heimischen Arten stellen keine Gefahr dar, den Virus, der die Lungenerkrankung Covid-19 auslösen kann, zu übertragen.
Im Gegenteil: Fledermäuse erfüllen auch für den Menschen nützliche Funktionen, wie etwa die Reduktion von stechenden Insekten.
Bitte beachten Sie: alle in Deutschland vorkommenden Fledermausarten einschließlich ihrer Quartiere sind streng geschützt. Sie zu stören, zu vertreiben, Quartiere zu vernichten oder die Tiere gar zu töten ist nach Bundesnaturschutzgesetz verboten.
Sollten sie eine geschwächte oder verletzte Fledermaus finden oder Fledermäuse bei sich am Haus haben und eine Beratung wünschen, können Sie sich gerne telefonisch oder per Email an uns wenden. Erste Informationen zum Umgang mit Fledermäusen finden Sie hier.
Bitte beachten Sie, dass möglicherweise aber umgekehrt unsere Fledermäuse durch uns Menschen mit dem Virus angesteckt werden können! Daher derzeit bitte bei der Handhabung von Fledermausfindlingen Schutzmaske und Handschuhe tragen! Weitere Informationen beim Bundesverband für Fledermauskunde.
Impressum / Kontakt
Biologische Station im Ennepe-Ruhr-Kreis e.V.
Loher Straße 85
58256 Ennepetal
Telefon 02333 603541
Email [email protected]
Wilfried Hausmann (1. Vorsitzender)
Franz-Josef Pauly (1. stellvertretender Vorsitzender)
Henning Rothstein (2. stellvertretender Vorsitzender)
Dr. Britta Kunz (wissenschaftliche Leitung und Geschäftsführung)
Eintragung beim Amtsgericht Hagen ins Vereinsregister VR 10791